Bertelsmann Stiftung

Zürich - Qualität in multikulturellen Schulen: QUIMS

Demographie-Profil:

Land

Schweiz

Bevölkerung (2009)

1.344.866

Ausländeranteil (in %)

22,5 %

Entwicklung 1996 - 2000

+5,8 %

Ausgangslage/Problemstellung:

  • Zürich gehört neben Basel-Stadt in der deutschsprachigen Schweiz zu den Kantonen mit dem höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshinter­grund (städtische Ballungsgebiete). Kinder mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Familien sind in den Schulen unterdurchschnitt­lich erfolgreich, und Schulen mit einem hohen Anteil solcher Schüler haben deutliche Leistungsprobleme. QUIMS bietet die Mög­lichkeit, die Bildungschancen der Schüler mit gezielten Maßnahmen zu erhöhen und ein gutes Leistungsniveau zu erreichen.

Ziel:

  • QUIMS ist ein Programm der staatlichen Bildungsdirektion Zürich, für Schulen mit hohem Anteil an fremdsprachlichen Jugendlichen. Leitidee von QUIMS ist es, alle Schüler in die Schule zu integrie­ren und ihnen nicht nur gleiche Bildungschancen, sondern auch ein gutes Kompetenz- und Leistungsniveau, unabhängig von ihrem sozialen und kulturellen Hintergrund, zu ermöglichen.

Strategie:

  • QUIMS verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der auf unterschiedliche Ebenen zielt. Die „Handreichung QUIMS“ zur Umsetzung des neuen Volksschulgesetzes sieht drei Handlungsfelder vor: die Förderung des Schulerfolgs, der Sprache und der Integration.

Meilensteine:

  • QUIMS ist seit 2007 im Volksschulgesetz des Kantons Zürich veran­kert und wird von anderen Kantonen (Genf, Luzern, Basel) übernommen.

  • QUIMS hat den nationalen „Schweizer Integrationspreis im Jahr 2005“ gewonnen.

Akteure:

  • Schulpflege

  • Schulleitung

  • Schulinterne QUIMS-Beauftragte

  • QUIMS-Team der Bildungsdirektion

Umsetzung:

  • Die Schulen erhalten finanzielle und fachliche Unterstützung, um die:
    • Sprachförderung (Lesen, Schreiben und Wortschatz) zu ver­bessern.
      • z. B. über die Anwendung von Sprachtrainingsprogrammen (LEZUS für Kindergärten), durch Sprachstandserfassung und didaktisierte Lesetexte, durch Teamteaching für zweisprachige Jugendliche, Sprachenportfolio etc.
    • die individuelle Lernunterstützung zu verstärken und den Schul­erfolg zu erhöhen.
      • z. B. durch kooperatives Lernen mit der Familie oder anderen Klas­sen, Klassen-Cockpit, um den Lernstand der eigenen Klassen mit dem anderer zu vergleichen, Mentoring durch erfolgreiche Jugend­liche.
    • die Integration zu fördern.
      • z.B. durch die Förderung des moralischen Urteilens und Handelns der Kinder über die Institutionalisierung von Regeln und Ritualen.
    • Lehrpersonal weiterzubilden.
      • z.B. durch eine zweijährige schulinterne Weiterbildungsreihe zur Lernbeurteilung und individuellen Förderung von Kindern.
    • die Zusammenarbeit mit den Eltern zu verstärken.
      • z.B. über Gesprächskreise zur Erziehung oder Unterstützung der Kin­der bei den Hausaufgaben (Kursreihe „Eltern zusammen mit Kind“).
  • Dabei verfolgen die Lehrpersonen an den Schulen gemeinsam und schul­weit festgelegte Ziele und entwickeln die Maßnahmen dazu. Bewähren sich Maßnahmen, dann werden sie fest in den Alltag integriert.
  • QUIMS ist als Schulentwicklungsprojekt konzipiert, die Einzelschule ist Gestaltungseinheit. Dazu stellt die Bildungsdirektion im Rahmen von QUIMS den Schulen für die konsequente Umsetzung ein umfassendes Unterstützungssystem bereit. Bestandteile sind:
    • Projektleitung
    • Netzwerktreffen (für den Wissenstransfer zwischen den Schulen)
    • Fach- und Prozessberatung zur Umsetzung von QUIMS in den Schulen
    • Entlastung für Projektmitarbeit
    • Zusatz-Budget

Bürgerbeteiligung:

  • QUIMS spricht systematisch Schulleitung, Lehrer, Schüler und Eltern an.

Finanzierung:

  • QUIMS wird über pauschale Beiträge finanziert, jährlich 10.000 CHF als Sockelbetrag plus zusätzliche Gelder pro Klasse in Abhängigkeit vom „Mischindex“ der Schülerschaft. Die Mittel sind zweckgebunden.

Erfolge:

  • QUIMS ist seit 2007 im Volksschulgesetz des Kantons Zürich verankert.

  • QUIMS hat den nationalen „Schweizer Integrationspreis im Jahr 2005“ gewonnen.

  • QUIMS wird von anderen Kantonen (Genf, Luzern, Basel) übernommen.

Kontakt:

Volksschulamt des Kantons Zürich
Kantonales QUIMS-Team
Walchestrasse 21
8090 Zürich

Tel.: ++43 259 53 61

› E-Mail

 

Weitere Informationen:

 

Stand: September 2008

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Volksschulamt des Kantons Zürich
Kantonales QUIMS-Team
Walchestrasse 21
8090 Zürich

Tel.: 0043 259 53 61

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