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Bundesland |
Nordrhein-Westfalen |
Bevölkerung (31.12.2009) |
21.536 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
2,7 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
0,3 |
Räumliche Einordnung |
Hochverdichtete Kreise_Agglomerationsräume |
Demographietyp |
Stabile Stadt im ländlichen Raum mit hohem Familienanteil |
- Die Stadt Xanten liegt im nördlichen niederrheinischen Gebiet am westlichen Rand des Kreises Wesel und ist damit sowohl Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr, als auch der internationalen Euregio Rhein-Waal. Mit rund 73 qkm verfügt Xanten über einen hohen Grünflächenanteil und gilt als Freizeit- und Naherholungsgebiet und „grüne Lunge“ der Region. Die Bevölkerung Xantens stieg über die letzen Jahre stetig an und auch für die Zukunft wird eine positive demographische Bilanz prognostiziert.
- Der größte Wirtschaftszweig ist der Dienstleistungssektor, vor allem der Tourismus. Aufgrund zahlreicher archäologischer Funde wird Xanten auch als „Römerstadt“ und darüber hinaus als „Nibelungenort“ bezeichnet. Die jährliche Besucherzahl, vor allem Tagestouristen, liegt bei knapp 1 Mio. Der Anteil der Übernachtungsgäste steigt kontinuierlich. Des Weiteren ist eine Vielzahl mittelständischer Betriebe angesiedelt, die allerdings nur in geringem Maße zum Gewerbesteueraufkommen beitragen.
- Der Haushalt der Stadt gilt als weitgehend ausgeglichen, wobei aktuell (2011) mit einem leichten strukturellen Defizit von 500T € gerechnet wird. Die Verschuldung des Kernhaushalts liegt bei 14 Mio. € und wird planmäßig getilgt. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden ist das Gewerbesteueraufkommen relativ gering, weshalb der Stadt dringend benötigte Mittel zur Finanzierung der Stadtentwicklung fehlen. Die geringe Steuerkraft basiert auf der langjährigen, strategischen Ausrichtung der Stadt, die Tourismusförderung als Zugpferd überproportional zu fördern und im Naherholungsgebiet emissionsstarke Betriebe nach Möglichkeit nicht anzusiedeln.
- Aufgrund des Bewusstseins in Verwaltung und Politik, dass die Innenfinanzierungkraft einer Steigerung bedarf, um die städtebauliche Entwicklung der Stadt bewältigen zu können, wurde Mitte der 1970er Jahre die Drittmittelakquise massiv ausgeweitet. Dazu wurde eine spezielle Stabsstelle geschaffen, die alle internen Ressourcen bündelt und die Anträge zentral bearbeitet.
- Die Suche nach potentiellen Förderprojekten erstreckt sich über die gesamte Verwaltung und geht vor allem von den Fachbereichsleitern und dem Bürgermeister aus. Dabei werden nur Projekte angestrebt, die auch mit der langfristigen Ausrichtung der Stadt harmonieren.
- Zuwendungsprogramme werden vor der Festlegung in der Verwaltung einer Kosten-Nutzen Analyse unterzogen, um zu verhindern, dass die Stadt auf langfristigen hohen Folgekosten sitzen bleibt. Des Weiteren werden auch Eigenanteile und Transaktionskosten mit einbezogen. Nach positiver Prüfung innerhalb der Verwaltung wird jedes Projekt an die zuständigen politischen Gremien zur Beschlussfassung geleitet.
- Beschlossene Projekte werden von der zentralen Zuwendungsstelle, die intern und extern als erste Ansprechstelle fungiert und die Antragsstellung in Abstimmung mit dem projektverantwortlichen Fachbereich übernimmt, bearbeitet. Die interne Prüfung obliegt dem Leiter der Finanzabteilung, der auch in den wöchentlichen Sitzungen mit den Fachbereichsleitern und dem Bürgermeister interne Arbeitsaufträge vergibt. Zusätzlich dazu haben alle Fachbereichsleiter Zugriff auf den Stand aller Projekte, inkl. Kurzbeschreibung, Zeitfenster und To-Do Liste.
- Der Fokus der Zuwendungen liegt in der Stadtentwicklung, vor allem der Verkehrsinfrastruktur. Daneben werden auch die Bereiche „Familie und Bildung“ sowie „Kultur“ aufgenommen. Aufgrund der Bedeutung für die Stadt zügeln die Fachbereiche ihre Ressortegoismen, weshalb eine Vielzahl an Projekten gleichzeitig laufen kann.
- Die Übergabe fertiger Anträge erfolgt persönlich durch die Beigeordnete und wird nach Möglichkeit durch zusätzliche Präsentationsformen näher erläutert. Unterstützend kommen auch der Bürgermeister oder die sich für das Projekt verantwortlich zeichnenden Fachbereichsleiter zum Einsatz.
- Neben den Inhouse-Leistungen unterstützt die Stadtverwaltung auch lokale Partner bei der Drittmittelakquise, sofern ein Mehrwert für die Stadt erkennbar ist. Als Beispiel gilt die Antragsstellung für den Viktorstift zur Förderung eines Stiftmuseums im Rahmen eines geschlossenen Weiterleitungsvertrags. Die fördertechnische Abwicklung der Zuwendungsmaßnahme wurde vollständig von der zentralen Sachbearbeiterin übernommen und bis zum Abschluss begleitet, so dass für die Kirche keine zusätzlichen Aufwendungen entstanden. Die Kirche profitierte von dem Spezialistenwissen einer zentralen kommunalen Zuwendungsstelle. Die Stadt sieht in der Verwirklichung des Vorhabens einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Verbesserung des kulturellen Angebots der Stadt.
- Aufgrund der Bedeutung der Drittmittel für die Stadt Xanten sind in der zentralen Zuwendungsakquise und -abwicklung neben der fachlichen Qualifikation vor allem Eigenverantwortlichkeit und -initiative gefragt.
- Zentrale Akteure sind vor allem die Sachbearbeiterin der Zuwendungsstelle und der Leiter der Finanzabteilung. Insbesondere ist auch die Unterstützung der zuständigen Beigeordneten des Dezernat II und des Bürgermeisters von Bedeutung.
- Durch das professionelle Zuwendungsmanagement ist es möglich, die geringe Steuerkraft zu kompensieren und Finanzierungsbedarfe zu decken. Ungeachtet ihrer ermesslichen Innenfinanzierungskraft kann die Stadt Xanten ihren Bürgern eine gute Infrastruktur bereitstellen.
- Positiv ist vor allem die konstant hohe Qualität der Antragsbearbeitung aufgrund interner Koordinierung und Expertise. Dadurch können Ressourcen innerhalb der Verwaltung besser genutzt und die Fachbereiche entlastet werden.
- Die Professionalität wirkt sich positiv auf die Projektbewilligung aus, hauptsächlich durch das Zusammenwirken der Fachbereiche mit der zentralen Ansprechstelle, für die Mitarbeiter der Bewilligungsstelle.
- Prominentes Projekt ist beispielsweise die Neugestaltung des historischen Marktplatzes, der nun behindertengerecht und mit einer mobilen Sommerbühne bestückt ist. Darüber hinaus strebt die Stadt Xanten derzeit die offizielle Anerkennung als Luftkurort an.
- In NRW wurde Xanten bei der überörtlichen Prüfung der GPA der höchste Landeswert der Drittmittelfinanzierungsquote bescheinigt.
Jörg Eising
Telefon: 02801 - 77 22 61
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» Stadt Xanten
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden, bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune
Stand: April 2011 |
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Jörg Eising Sachgebiet Finanzen
Stadt Xanten
Karthaus 2
46509 Xanten
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