Bundesland |
Baden-Württemberg |
Bevölkerung (31.12.2009) |
601.646 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
2,2 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
2,8 |
Räumliche Einordnung |
Agglomerationsräume - Kernstädte |
Demographietyp |
Prosperierende Wirtschaftszentren |
- Das Angebotsspektrum an Maßnahmen für chancenarme junge Menschen im beruflichen Übergang ist weitgehend unkoordiniert und unübersichtlich (Doppelstrukturen, fehlende Kommunikation und Abstimmung).
- Passgenauigkeit: es besteht eine Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen der Jugendlichen und vorgehaltenen, standardisierten Angeboten. Die Abbruchquoten der Jugendlichen sind entsprechend hoch. Flexible Lösungen oder Ansätze, die von allen Systemen rechtsübergreifend getragen werden, sind noch die Ausnahme.
- Es besteht wenig Wissen über die Wirkungen der Angebote und wenig Verständigung darüber, was als Erfolg oder Wirkung benannt werden soll und kann.
- Es existiert keine gemeinsame, von allen Systemen akzeptierte kommunale Datengrundlage.
- die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern, die Begabungsreserven der jungen Menschen besser zu nutzen, Talente zu fördern und Jugendliche bedarfsorientiert an das Berufsleben heranzuführen
- Als Handlungsprogramm stehen eine Verbesserung der Kooperation zwischen den Institutionen und einer besseren Verzahnung der Angebote.
- Abgestimmte, aufeinander aufbauende Maßnahmenplanung bei:
- Verbesserung der Datengrundlage
- Verbesserter Übergang am „Startplatz Schule“: Übergangsbegleitung und Elternberatung
- stringente Einbeziehung der örtlichen Wirtschaft.
- Es wurde 2005 eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Verwaltungseinheiten geschlossen, die Transparenz und gegenseitige Information sowie einen einheitlichen Ablauf für die Zielgruppe U25 festschreibt.
- Seit April 2006 existiert eine Steuerungsgruppe „u25“, bestehend aus den Geschäftsführungen der Agentur für Arbeit, des JobCenters, des Jugendamtsleiters, der Leiterin des Staatlichen Schulamtes, dem Leiter der Abteilung für Integration und der Arbeitsförderung. In diesem Kreis wird die systemübergreifende Zusammenarbeit sichergestellt.
- 2006, 2007 und 2009 fanden Jugendkonferenzen als Beteiligungsformen der örtlichen Praxis und der Jugendlichen statt.
- 2007-2009 wird vom Deutschen Jugendinstitut eine Längsschnittstudie zu den Verläufen von Jugendlichen auf ihrem Weg von der Schule in die Ausbildung durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine Vollerhebung an allen Stuttgarter Haupt- und Förderschulen des Abgangsjahrgangs 2007.
- Seit Mai 2008 nimmt die Landeshauptstadt Stuttgart am Programm des BMBF „Aufbau und Verstetigung eines kommunalen Übergangsmanagements“(RÜM) teil. Die Projektleitung liegt im Jugendamt der Stadt. Die Gesamtverantwortung liegt beim Ersten Bürgermeister.
Finanzierung
- Das Vorhaben läuft bis zum 31. März 2012 und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.
- Die Längsschnittstudie (2007-2009) erbrachte wichtige Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für die Praxis und für den Aufbau eines Übergangsmanagements.
- Die Zusammenarbeit in der Steuerungsgruppe u25 hat sich etabliert, der Kreis wurde um die Leiterin des Schulverwaltungsamtes, die stellvertretende Geschäftsführung der IHK und der Geschäftsbereichsleitung „Berufliche Bildung“ der HWK erweitert.
- Am „Startplatz Schule" ansetzend, unterstützt RÜM einzelne Schulen dabei a) die verschiedenen Angebote der Berufsorientierung, Berufsberatung, Wirtschaft, Schulsozialarbeit und Lotsen/Mentoren, möglichst optimal miteinander zu verknüpfen, bzw. b) eine aktive Zusammenarbeit mit Eltern und c) der Wirtschaft im beruflichen Übergang systematisch aufzubauen
- Unter Federführung von RÜM und Mitwirkung von Mitarbeiter/innen der Agentur für Arbeit, der IHK, der HWK, der Schulen und der Schulsozialarbeit entstand ein » Berufswahl-Portfolio, das mit Beginn des Schuljahres 2010/11 allen Schüler/innen der Stuttgarter Haupt- und Werkrealschulen ab Klasse 6 ausgehändigt wird
- Ein » Online-Service gibt seit Juli 2010 einen Überblick über die Angebote, die hilfreich für den erfolgreichen Übergang von der (Haupt-)Schul- in die Berufswelt sein können
- Der Aufbau nachhaltiger Förderstrukturen wird gemeinsam angegangen.
Dr. Sandra Heisig
Telefon: 0711 - 21 67 450
Mail
» Regionales Übergangsmanagement Schule-Beruf der Landeshauptstadt Stuttgart (RÜM)
Jugendamt/JobCenter/Agentur für Arbeit Stuttgart 2005: Kooperationsvereinbarung, Fördersystem u25, Stuttgart
Pfeifle, Bruno 2008: Stuttgart auf dem Weg zu einem kommunalen Übergangsmanagement (Thema des Monats Februar 2008 auf » www.dji.de)
Schaub, Günter 2007: Lokales Übergangsmanagement Schule-Beruf. Fallstudien zu drei Standorten: der Kreis Herford, die Landeshauptstadt Stuttgart und der Schweizer Kanton Zürich (Manuskript auf » www.dji.de)
Geier, Boris/Großkurth, Heike/Gaupp, Nora 2009. Stuttgarter Haupt- und Förderschüler/innen auf dem Weg von der Schule in die Berufsausbildung - zweite Folgeerhebung, München/Stuttgart
Gaupp, Nora/Geier, Boris 2008. Stuttgarter Haupt- und Förderschüler/innen auf dem Weg von der Schule in die Berufsausbildung - erste Folgebefragung. München/Stuttgart
Gaupp, Nora/Prein, Gerald 2007. Stuttgarter Haupt- und Förderschüler/innen auf dem Weg von der Schule in die Berufsausbildung – Basiserhebung. München/Stuttgart
Daigler, Claudia 2009. » Von der Schule... in den Beruf. Unterstützung und Förderung junger Menschen bei der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Ein aktualisierter Überblick über die Stuttgarter Angebote
» Berichte zur Längsschnittuntersuchung
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune
Stand: September 2010