Bundesland, Landkreis |
Nordrhein-Westfalen, Landkreis Borken |
Bevölkerung (31.12.2009) |
10.991 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
-2,0 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
-6,1 |
Räumliche Einordnung |
Verstädterte Räume - Verdichtete Kreise |
Demographietyp |
Stabile Städte und Gemeinden im ländlichen Raum mit hohem Familienanteil |
Die heutige Gemeinde Raesfeld ist noch recht jung. Sie wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung von 1969 und 1975 durch den Zusammenschluss der ehemals eigenständigen Gemeinden Raesfeld, Erle, Homer und des nördlichen Teils von Overbeck geschaffen. Raesfeld ist ein Grundzentrum in der ländlichen Zone des Westmünsterlandes mit einer Fläche von 57,81qkm und rund 11.000 Einwohnern in drei Ortsteilen. Raesfeld ist die am südlichsten gelegene Gemeinde des Kreises Borken. Mit ihr grenzt der Kreis Borken an die Kreise Wesel und Recklinghausen, die Kreisgrenze nach Wesel ist zugleich auch die Grenze zum Rheinland.
Die Wirtschaftsstruktur ist geprägt durch Tourismus, Dienstleistungsbetriebe, Handel und kleine Handwerksbetriebe. Die Bedeutung der Landwirtschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen, es gibt keine Industrie im Gemeinderaum. Die Hebesätze auf die Grundsteuer A betragen 185%, auf die Grundsteuer B 340%. Der Hebesatz auf die Gewerbesteuer beträgt 403%.
Zu den gemeindeeigenen Einrichtungen gehören zwei Grundschulen und eine Hauptschule sowie Kulturstätten. Viele Einrichtungen werden von den Kirchengemeinden entweder allein oder auch zusammen mit der Gemeinde getragen. Gemeindeeigene Betriebe existieren nicht.
Die Gemeinderatswahlen von 2004 ergaben für die CDU 18 von insgesamt 28 Sitzen, 5 Sitze für die Wählervereinigung UWG als zweitstärkste Gruppierung. Udo Rößing ist seit 1995 erster hauptamtlicher Bürgermeister der Kommune. Im Jahr 2007 wurde der Verwaltungshaushalt mit einer Summe von 13,3 Mio. € und einem Vermögenshaushalt von 1,9 Mio. € veranschlagt, wobei insgesamt ein steigender Trend in der Entwicklung der Haushaltssumme zu erkennen ist. Kredite sind seit 1983 nicht mehr aufgenommen und Verpflichtungsermächtigungen seit 2002 nicht mehr veranschlagt worden. Eine Höchstsumme für Kassenkredite ist mit 500.000 € angegeben, diese Summe wird aufgrund der Rücklagenbestände aber schon seit Jahren nicht genutzt. Die Rücklagenbestände wurden zur Liquiditätssicherung über Jahre aufgebaut, denn schon seit 1976 steckt die Gemeinde viel Energie in den Abbau der kommunalen Schulden.
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden, bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.