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Bundesland |
Nordrhein-Westfalen |
Bevölkerung (31.12.2009) |
145.320 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
2,7 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
2,3 |
Ausländeranteil (in %) |
9,2 |
Räumliche Einordnung |
Solitäres Verdichtungsgebiet - Oberzentrum |
Die Stadt Paderborn hat insgesamt einen Anteil an Ausländer/innen und Aussiedler/innen von 17,8 % an der Gesamtbevölkerung. Hinzu kommen eingebürgerte Ausländer/innen, die in der Gesamtstatistik nicht aufgeführt werden. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt somit bei ca. 22 %. Bereits vor Inkrafttreten des bundesweiten Zuwanderungsgesetzes 2005 hatte der Rat der Stadt Paderborn im Mai 2002 mit der Verabschiedung des Stadtentwicklungsberichtes 2010 der Verwaltung den Auftrag zur Erstellung eines migrationspolitischen Handlungskonzeptes für die Stadt erteilt. - Die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des KOMM-IN- Förderprogramms wurde genutzt, in einem breiten Beteiligungsprozess dieses Handlungskonzept zu erarbeiten und Strukturen für eine nachhaltige Sicherung der Integrationsarbeit zu schaffen. Der Rat der Stadt Paderborn hat in den nächsten Wochen hierüber zu beschließen.
Die Stadt Paderborn möchte diese übergeordneten Ziele aufgrund folgender strategischer Ziele erreichen: Entwicklung eines migrationspolitischen Handlungskonzeptes auf der Grundlage des Stadtentwicklungsberichts 2010 Entwicklung eines ganzheitlichen, abgestimmten Sprachförderkonzeptes Aufbau eines strategischen Managements für den Bereich Integration.
Dabei wurden die zentralen Ziele des Landes NRW als Fördermittelträger des KOMM-IN-Projektes in Paderborn übernommen: Transparenz über die bestehenden und neuen Angebote in der Kommune schaffen Vernetzung zwischen den Akteuren initiieren Qualität und Wirksamkeit der Angebote steuern
Sept. 2005: Start-up-Veranstaltung Nov. 2005: Zwischenkonferenz zur weiteren Projektentwicklung Mai 2006: 1. Paderborner Integrationskongress unter Teilnahme von NRW-Integrationsminister Armin Laschet Sept. 2006: 1. Jahreskonferenz „Zukunft der Integrationsarbeit!“ Okt. 2006: Veröffentlichung des 2. Entwurfs des Migrationspolitischen Handlungskonzeptes der Stadt Paderborn
In der gemeinsamen Entwicklung und Definition des Handlungskonzeptes wurden fünf zentrale Handlungsfelder aufgestellt: Alle Handlungsfelder wurden bei der Start-up-Veranstaltung identifiziert und festgelegt. In der weiteren Entwicklung wurden für jedes Handlungsfeld Leitziele entwickelt, die regelmäßig überprüft werden und als Grundlage der Arbeit dienen. Sie sind mit konkreten Maßnahmen hinterlegt und werden regelmäßig auf Zielerreichung überprüft und weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt der integrationspolitischen Arbeit liegt im Bereich der Sprachförderung, hierfür wurde ein eigenes Sprachförderkonzept entwickelt. Besonders intensiv haben sich die verschiedenen Akteure anlässlich der Jahreskonferenz „Zukunft der Integrationsarbeit!“ am 14.09.2006 mit den verschiedenen Zielen der Handlungsfelder auseinandergesetzt. So wurden für alle Felder die Ergebnisse des Jahres 2006 bewertet. Darauf aufbauend wurden Jahresziele für die erste und zweite Hälfte 2007 definiert, die auf dem Handlungskonzept basieren. In einem weiteren Schritt wurden die Teilnehmer der Konferenz aufgefordert, auf diesen Zielen basierend konkrete Maßnahmen zur Durchführung und die erwünschten Wirkungen festzuhalten. Wie alle Tagungen des Projektes wurde auch die Jahreskonferenz dokumentiert und ist über die Website der Stadt für alle interessierten Bürger einzusehen. Im Laufe des KOMM-IN-Prozesses wurden zur nachhaltigen Sicherung der gemeinsamen Arbeit Strukturen und Arbeitsinstrumente entwickelt, die sich für die Steuerung, Kommunikation, Umsetzung und Controlling der Integrationsarbeit sinnvoll und hilfreich erwiesen haben. Im Zentrum dieser Steuerungs- und Controllingstruktur befinden sich die Steuerungs- und Umsetzungsgruppe inkl. der Tandems, begleitet und unterstützt in ihrer Arbeit durch das Integrationsbüro. Während die Steuerungsgruppe mit der Aufgabe der Leitungsebene die Gesamtsteuerung des Projektes im Blick hat, steht im Mittelpunkt der Umsetzungsgruppe eine kontinuierliche Reflexion des Arbeitsprozesses. Bei der Zusammensetzung der beiden Gremien als auch der Tandems wurde besonders darauf geachtet, alle beteiligten Gruppen und Akteure mit einzubinden (siehe Akteure). Neben den Veranstaltungen zum Handlungskonzept wurden auch Schulungsmaßnahmen bzw. Seminare für beteiligte Akteure durchgeführt. So fanden bereits zwei Fortbildungsmaßnahmen für Mitglieder von Migrantenselbstorganisationen statt; ein Schwerpunkt lag hierbei unter anderem auf dem Bereich Bildung. Die Ausländerbehörde hat sich in einem Workshop „Profilbildung der Ausländerbehörde“ u.a. mit ihrer neuen Rolle als Dienstleister auseinandergesetzt und konkrete Maßnahmen entwickelt. So wird in Zukunft mehr Wert auf die Vernetzungsarbeit gelegt, die Öffnungszeiten kundenorientiert angepasst und die Entwicklung eines Integrationstickets beschlossen.
Durch die Jahreskonferenzen und den allgemeinen Aufbau des Projektes wird eine breite Bürgerbeteiligung gefördert. Sie ist zentrales Element aller Arbeit. Die Migrantenselbstorganisationen werden besonders dabei unterstützt, sich an den Planungsprozessen und der Umsetzung zu beteiligen.
- Im Rahmen der Projektphasen erfolgte eine Finanzierung zu 80 % aus KOMM-IN-Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Nachhaltigkeit wird dauerhaft durch das Integrationsbüro der Stadt Paderborn gesichert, in dem ein Vollzeit-Mitarbeiter tätig ist. Haushaltsmittel für sächliche Verwaltungsausgaben stehen in einem geringen Umfang ebenfalls zur Verfügung.
Im Laufe des Projektes gelang es der Stadt, alle relevanten Akteure in die Entwicklung des migrationspolitischen Handlungskonzeptes einzubeziehen und ein nachhaltiges, kohärentes Gesamtkonzept zu entwickeln. Dieses Konzept ist von Anfang an umsetzungsorientiert und dient zugleich der permanenten Evaluation und Bestandsaufnahme der geleisteten Arbeit. Im Laufe der Durchführung konnten neben der Fortschreibung und Entwicklung des Handlungskonzeptes noch weitere Maßnahmen realisiert werden: „Wegweiser für Migrantinnen und Migranten“ als Buch und Online-Version Internet-Auftritt zum Thema Integration mit allen Integrationskursen und mehr unter www.paderborn.de/integration Fortbildungen und Veranstaltungen mit dem Migrationsbeirat, den Migrantenselbstorganisationen und der Ausländerbehörde Durchführung des 1. Paderborner Integrationskongresses unter Beteiligung des NRW-Integrationsministers Armin Laschet - „Selbstorganisation und bürgerschaftliches Engagement von Migranten in der Stadt Paderborn – eine empirische Studie zur Bildung von Sozialkapital“
Marcus Heidebrecht Integrationsbüro der Stadt Paderborn
Telefon: 05251 - 88 13 59
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Hans Wietert-Wehkamp Institut für soziale Innovation
Telefon: 0212 - 23 07 839
Mobil: 0152 - 09 49 45 70
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- Die Stadt Paderborn hat eine umfassende » Website zum Thema Integration aufgebaut. Neben den relevanten Informationen zu Sprachkursen, Behörden etc. befinden sich dort die erwähnten Dokumente zum Download
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden, bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune
Stand: Januar 2007 |
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Marcus Heidebrecht Integrationsbüro / Geschäftsstelle des Migrationsbeirates
Stadt Paderborn
Am Abdinghof 11
33098 Paderborn
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Hans Wietert-Wehkamp
Institut für soziale Innovation
Opferfelder Straße 22
42719 Solingen
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