Bertelsmann Stiftung

Nürnberg - Bündnis für Familien

Demographie-Profil:

Bundesland

Bayern

Bevölkerung (31.12.2009)

503.673

Entwicklung 2002-2009 (in %)

2,1

Entwicklung 2009-2030 (in %)

3,0

Räumliche Einordnung

Agglomerationsräume - Kernstädte

Demographietyp

Stabile Großstädte mit geringem Familienanteil

Ausgangslage:

  • Das Bündnis für Familie in Nürnberg war eine Reaktion auf erste spürbare Auswirkungen eines gesellschaftlichen Wandels und vor allem auf strukturelle Benachteiligungen von Familien mit Kindern. 
  • Die Überzeugung, dass Familien und ihre Leistungen für die Gesellschaft öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung, aber auch Unterstützung und unterstützende Strukturen brauchen, war vom Referat für Jugend, Familie und Soziales immer wieder in die öffentliche Diskussion eingebracht worden.
  • Gründungsanlass war ein Antrag seitens der Politik. Das Bündnis für Familie in Nürnberg war das erste seiner Art (mittlerweile gibt es über 500).

Ziele:

  • Ziel ist die Entwicklung und Verankerung eines breiten familienpolitischen Bewusstseins, die Schaffung und Verbesserung von Entfaltungs- und Lebensräumen für Kinder, Jugendliche und Familien, die Vernetzung von kommunalen Ressourcen, Kompetenzen und Potentialen und dadurch eine Anerkennung und Stärkung von Familien.  

Umsetzung:

Leitlinien entwickeln/Bedarfe erkennen

  • Das Referat für Jugend, Familie und Soziales erarbeitete einen Orientierungsrahmen für eine nachhaltige Jugend-, Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik. Die Leitlinien 1 und 2 lauten „Familie stärken“ und „Erziehung unterstützen, Bildung ermöglichen, früher beginnen“. Innerhalb dieser Leitlinien erfolgt eine jährliche Zielplanung, deren Erreichung regelmäßig überprüft wird. In diesem „work in progress“ werden sukzessive auch qualitative und wirkungsorientierte Indikatoren eingesetzt.
  • Handlungsbedarfe werden in jeweiligen Netzwerken benannt und in der Diskussion konkretisiert. Oft haben sich daraus konkrete Projektansätze entwickelt. Projekte als Experimentierfelder sind wichtig. Es sollte aber kein „Projekte-hopping“ veranstaltet werden (Gängige Förderpraxis verleitet oft dazu). Viele dieser Projekte werden evaluiert (Programm- und Wirkungsevaluation). Bewährte Projekte werden nach aller Kraft und Möglichkeit in die Fläche gebracht, das heißt in die Sozialräume vermittelt, in denen sie vorrangig benötigt werden.

 

 Steuern und Koordinieren

  • Start: Parteiübergreifend wurde das Bündnis für Familie mit einstimmigem Stadtratsbeschluss im Jahr 2000 begründet
  • Lenkungsausschuss: In ihm sind unter Vorsitz des Oberbürgermeisters alle Organisationen, die für Familien relevant sind, hochrangig vertreten: die Geschäftsbereiche der Stadtverwaltung, Stadtratsfraktionen, die Kammern, die Arge, die Gewerkschaft, die Kirchen, der Ausländerbeirat, der Stadtseniorenrat, die Frauenbeauftragte, das staatliche Schulamt, die Wohlfahrtsverbände, die Polizei. Die Mitglieder im Lenkungsausschuss wirken somit als „Türöffner“ in nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche.
  • Geschäftsführung des Netzwerkes: Mit ihr ist der Stab Familie (ursprünglich drei, derzeit zwei Vollzeitstellen) im Referat für Jugend, Familie und Soziales betraut. Die Stabsmitarbeiter initiieren und moderieren themenspezifische Netzwerke (z.B. Runder Tisch Kindertageseinrichtungen), erheben mit den jeweiligen Expert(inn)en Handlungsbedarfe, entwickeln Projektmaßnahmen, fördern Familienprojekte, leisten Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Kooperieren im Zusammenspiel verschiedener Netzwerke

  • fachspezifische Netzwerke, zum Beispiel der Runde Tisch Kindertagesstätten oder der Runde Tisch Familienbildung, an denen jeweils die verschiedenen Träger teilnehmen.
  • Organisationsspezifische Netzwerke, wie die „Initiative familienbewusste Personalpolitik“ mit mehr als 200 assoziierten Unternehmen, die per Internet Ziel ist die Entwicklung und Verankerung eines breiten familienpolitischen Bewusstseins, die Schaffung und Verbesserung von Entfaltungs- und Lebensräumen für Kinder, Jugendliche und Familien, die Vernetzung von kommunalen Ressourcen, Kompetenzen und Potentialen und dadurch eine Anerkennung und Stärkung von Familien.  
  • Das Bündnis für Familie in Nürnberg war eine Reaktion auf erste spürbare Auswirkungen eines gesellschaftlichen Wandels und vor allem auf strukturelle Benachteiligungen von Familien mit Kindern.  Die Überzeugung, dass Familien und ihre Leistungen für die Gesellschaft öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung, aber auch Unterstützung und unterstützende Strukturen brauchen, war vom Referat für Jugend, Familie und Soziales immer wieder in die öffentliche Diskussion eingebracht worden. Gründungsanlass war ein Antrag seitens der Politik. Das Bündnis für Familie in Nürnberg war das erste seiner Art (mittlerweile gibt es über 500).

Erfolge:

  1. Gewachsen ist das Bewusstsein, dass es in der Stadt bereits sehr viele und qualitativ gute Angebote für Familien und Kinder gibt.  Das schafft eine gute Basis, auf gutem Niveau begründet weitere Verbesserungen einzufordern.
  2. Die ressort- und trägerübergreifende Zusammenarbeit ist eine selbstverständliche Arbeitsweise geworden.
  3. Lösungsorientierte Arbeitsweise (was trägt jede/r zur Problemlösung?) an Stelle eines Denkens in „Hasengärtchen“.

Kontakt:

Doris Reinecke

Telefon: 0911 - 23 17 356

› Mail

 

Weitere Informationen:

» Bündnis für Familien Nürnberg

 

Downloads

» Präsentation des Bündnis für Familie Nürnberg

 

 

Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.

 

Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune

 

 

 

Stand: Oktober 2010

 

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KONTAKT

Doris Reinecke
Geschäftsführung

Bündnis für Familie

Spitalgasse 22

90403 Nürnberg

Telefon: 0911 - 23 17 356

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