Bertelsmann Stiftung

Langen - Den demographischen Wandel als Herausforderung für kommunales Handeln annehmen

Demographie-Profil:

Bundesland, Landkreis

Niedersachsen, Cuxhaven

Bevölkerung (31.12.2009)

18.502

Entwicklung 2002-2009 (in %)

0,0

Entwicklung 2009-2030 (in %)

-2,1

Räumliche Einordnung

Ländliche Kreise_Verstädterte Räume

Demographietyp

Städte und Gemeinden im ländlichen Raum mit geringer Dynamik

Ausgangslage:

  • Die Stadt Langen im Landkreis Cuxhaven grenzt unmittelbar an das Oberzentrum Bremerhaven und stellt somit einen typischen suburbanen Siedlungsraum dar.
  • Nach erheblichen Einwohnerzuwächsen in den 90er-Jahren, die einen Ausbau der sozialen Infrastruktur erforderlich machten, sinkt die Zahl der Einwohner seit 2004, da keine Wanderungsüberschüsse mehr das Geburtendefizit ausgleichen können.
  • Vor diesem Hintergrund entschlossen sich die Verantwortlichen zu einer frühzeitigen und kleinräumigen Untersuchung der Auswirkungen des demographischen Wandels, um so rechtzeitig mit eigenen Strategien (re-)agieren zu können.

Ziel:

  • Öffentlichkeit, Mandatsträger und Verwaltung sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass es nach der Wachstumsphase nun darum gehen muss, den Schrumpfungsprozess zu gestalten.
  • Dies beinhaltet ein Umdenken in der Kommunalpolitik ebenso, wie die Schaffung eines eigenen Langener Profils, um im Wettbewerb der Kommunen bestehen zu können.

Umsetzung:

  • Ende 2006 wurde eine Arbeitsgruppe „Demographischer Wandel“ ins Leben gerufen. Diese setzt sich zusammen aus Vertretern der Ratsfraktionen, Verwaltungsspitze und allen Bereichsleitern.
  • Anfang 2007 übernahm der Erste Stadtrat die Aufgabe des „Demographiebeauftragten“.
  • Sehr schnell stellte sich heraus, dass wenig auf die Ebene einer Kommune herunter gebrochenes Datenmaterial zur Verfügung steht, so dass eigene Untersuchungsansätze gefunden werden müssen. Exemplarisch hierfür steht eine Untersuchung des Altersgefüges der Eigenheimbesitzer, welches weitreichende Folgen für den Immobilienmarkt nach sich zieht.
  • Aus der Untersuchung, deren Einzelergebnisse regelmäßig in der Arbeitsgruppe vorgestellt und diskutiert wurden, wurden Handlungsempfehlungen für die kommunalen Entscheider abgeleitet.
  • Zusätzlich wurden durch den Rat der Stadt Langen „Leitlinien zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit der Stadt Langen in der Zukunft“ verabschiedet, in denen Grundsätze zu einer nachhaltigen Politik verbindlich festgeschrieben wurden.

Erfolge:

  • Durch die Bereitstellungen von auf die Kommune bezogenen Daten und Aussagen werden die Auswirkungen des demographischen Wandels nicht mehr als abstrakte gesellschaftliche Veränderungsprozesse wahrgenommen sondern als nachvollziehbare Entwicklungen, die das Gemeinwesen „Stadt Langen“ unmittelbar betreffen.

Kontakt:

Burgfried Stölting

Tel: 04743 - 93 71 490

› Mail

 

Weitere Informationen:

 

Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.

 

Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune

 

 

Stand: Oktober 2010

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KONTAKT

Burgfried Stölting
1. Stadtrat und Demografiebeauftragter

Stadt Langen

Sieverner Str. 10

27607 Langen

Telefon: 04743 - 93 71 490

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