Bertelsmann Stiftung

Landkreis Potsdam-Mittelmark – Netzwerk ambulanter sozialer Dienste

Demographie-Profil:

Bundesland

Brandenburg

Bevölkerung (31.12.2009)

204.594

Entwicklung 2002-2009 (in %)

2,1

Entwicklung 2009-2030 (in %)

4,2

Räumliche Einordnung

Agglomerationsräume - Ländliche Kreise

Ausgangslage/Problemstellung:

  • Das Netzwerk ambulanter sozialer Dienste für den Landkreis Potsdam-Mittelmark gibt es bereits seit 2001. Es ist eine Initiative des Fachdienstes für Soziales und Wohnen in Kooperation mit dem Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein PM e.V. und trägt dazu bei, den Beschluss des Kreistages vom Oktober 2000 umzusetzen: „Vernetzung und ganzheitlicher Ausbau ambulanter Versorgungssysteme für alte, behinderte und pflegebedürftige Menschen“.
  • Ausgangspunkt war eine Sozialraumanalyse, in der die Situation der ambulanten sozialen Versorgung des Landkreises betrachtet wurde. Ergebnisse waren: Es gibt eine große Komplexität an Hilfeangeboten im Landkreis. Teilweise sind bestehende Angebote bei Ämtern, Kommunen, Trägern und Bürgern nicht bekannt. Es gibt sowohl Doppelangebote als auch Lücken in der ambulanten sozialen Versorgung.

Ziel:

  • Ziel der Netzwerkarbeit ist die Bündelung der Kenntnisse und Erfahrungen der Netzwerkpartner zur Weiterentwicklung der ambulanten sozialen Versorgung, bedarfsorientierte Versorgung, hohe fachliche Qualität der Angebote, Nutzung von Synergieeffekten, effizienter Mitteleinsatz für die ambulante soziale Versorgung. Dies wird erreicht durch:
    • Koordination vorhandener Versorgungsstrukturen in den Kommunen und die Einbeziehung der Akteure einer Region.
    • Moderation und Unterstützung trägerübergreifend abgestimmter, bedarfsgerechter Angebotsentwicklung in den Kommunen.
    • Moderation und Unterstützung von Vernetzungsprozessen durch „Runde Tische“, Fachforen und Unterstützung von Folgeinitiativen sowie Übertragung von Best-practice-Ansätzen.
    • Angebot einer trägerübergreifenden Öffentlichkeitsarbeit durch das Internetportal des Netzwerkes, die regionalen Netzwerkflyer, den Seniorenwegweiser PM und den Aufbau eines internetgestützten sozialen Wegweisers für den Landkreis.

Umsetzung:

  • Die Hauptsäulen des Netzwerks ambulanter sozialer Dienste PM bilden Akteure aus den Bereichen Beratung, soziale Dienstleistungen, Betreuung und Pflege.
  • Im Netzwerk engagieren sich sowohl die Beratungsdienste der Fachdienste der Kreisverwaltung und die Fallmanager der Mittelmärkischen Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit, als auch die ergänzenden Beratungsangebote der Wohlfahrtsverbände und freier Träger z. B. zu den Themen Sucht, Schulden, Arbeitslosigkeit, Familie, Frauen- und Kinderschutz.
  • Im gesamten Landkreis sind die Sozialstationen in die Netzwerkarbeit eingebunden ebenso wie private Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen.
  • Die Freiwilligen-Koordinatorin und die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen sind konstante Netzwerk-Partner in allen regionalen Netzwerken und wirken als Multiplikatoren durch Weitergabe von Informationen zu Netzwerkaktivitäten in ihre jeweiligen Bereiche hinein.
  • Weitere Partner sind Dienste für behinderte oder psychisch kranke Menschen und für sozial Bedürftige, Träger von Begegnungshäusern, Eltern-Kind-Zentren, Beratungszentren des Landkreises und Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe sowie Mitarbeiter der Kommunen.
  • In den bestehenden fünf regionalen Netzwerken treffen sich die jeweiligen Netzwerkpartner ein bis zwei Mal pro Jahr zum Austausch bei "Runden Tischen".
  • Im Mittelpunkt stehen die Information über Angebote und aktuelle Projekte sowie die Suche nach umfassenden Lösungen für Defizite in der regionalen ambulanten sozialen Versorgung.
  • Seit 2004 hat sich der Kreis der Netzwerk-Partner auf soziale Dienste erweitert, die mit komplexen Problemfamilien, mit Kindern und Jugendlichen oder mit sozial Bedürftigen und Arbeitssuchenden arbeiten. Seitdem sind auch die entsprechenden behördlichen Strukturen Teil der Netzwerkarbeit geworden.
  • Seit 2005 treffen sich Netzwerkpartner aus dem gesamten Landkreis zum fachspezifischen Austausch beim "Fachtisch Demenz" und haben gemeinsam einen „Wegweiser Demenz“ entwickelt.
  • Bereits zum fünften Mal veranstalten die Netzwerkpartner 2011 eine Fachmesse für soziale Dienste als Forum zum fachlichen Austausch und zur Information der Bürger.

Erfolge:

  • Durch die Vernetzungsaktivitäten ist es bisher gelungen, die Zusammenarbeit zwischen den sozialen Trägern, den Kommunen und den Fachdiensten der Kreisverwaltung zu verstärken und damit Verbesserungen bei der Betreuung älterer, pflegebedürftiger und behinderter Bürger zu erarbeiten und pflegende Angehörige und Selbsthilfegruppen zu unterstützen.
  • Die Netzwerkstruktur auf der Basis eines optimierten Koordinationsprozesses ist als Arbeitsinstrument bei den Netzwerk-Partnern anerkannt.
  • Durch die trägerübergreifende Zusammenarbeit konnten für bisherige Defizite neue Angebote entwickelt werden, z. B. Familienentlastender Dienst, Pflegeergänzender Begleitdienst, Demenzberatung, Ambulanter Hospizdienst, Begegnungsstätten für Bedürftige, Soziales Kompetenzzentrum Beelitz, Markt der Möglichkeiten Werder, Fachmessen für soziale Dienste sowie die Koordination des Beratungszentrums Werder/H.

Kontakt:

Sonja Massow

Telefon: 033841 - 45 116

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Weitere Informationen:

 

 

Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden, bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.

 

Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune

 

 

Stand: September 2010

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KONTAKT

Sonja Massow
Netzwerk-Koordinatorin

AAfV PM e.V.

Magdeburger Str. 12

14806 Belzig

Telefon: 033841 - 45 116

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