Bertelsmann Stiftung

Hilden - Trägerübergreifende Netzwerkarbeit

Demographie-Profil:

Bundesland, Landkreis

Nordrhein-Westfalen, Kreis Mettmann

Bevölkerung (31.12.2009)

55.551

Entwicklung 2002-2009 (in %)

-2,1

Entwicklung 2009-2030 (in %)

-6,1

Räumliche Einordnung

Agglomerationsraum- Hochverdichteter Kreis

Demographietyp

Stabile Mittelstädte und regionale Zentren mit geringem Familienanteil

Ausgangslage/Problemstellung:

  • grundlegende Änderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung (Anteil der über 60 Jährigen bei 25 Prozent in 2020)
  • veränderte Lebenssituation der älteren Bürgerinnen und Bürger
  • knapper werdende finanzielle Ressourcen der Kommune und des Kreises als Fördergeldgeber
  • Erfordernis von innovativen, kreativen und gemeinschaftlichen Lösungen und Herangehensweisen

Ziel:

  • Modernisierung der Seniorenarbeit
  • Förderung der Zusammenarbeit als wesentliche Grundlage einer zukunftsorientierten Seniorenarbeit
  • Weiterentwicklung der Altentagesstätten zu einem Zentrum in der Nachbarschaft/ im Gemeinwesen

Strategie:

  • trägerübergreifende Entwicklung eines Zukunftskonzeptes für die Altentagesstätten
  • Entwicklung neuer Profile der bisherigen Altentagesstätten
  • Vereinbarung gemeinsamer Qualitätsstandards innovativer Seniorenarbeit
  • Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für die Umsetzung
  • Weiterentwicklung der Altentagesstätten durch Öffnung für weitere Zielgruppen zu Nachbarschaftszentren
  • Neukonstituierung von Vernetzungsstrukturen auf stadtteilübergreifender Ebene unter Einbeziehung des Integrationsbeirats

Meilensteine:

  • 2001: Zielformulierung, die Altentagesstätten konzeptionell zu attraktiven und nachfrageorientierten Begegnungsstätten weiter zu entwickeln
  • Dezember 2001: Beschluss des Ausschusses für Schule, Sport und Soziales, die Verwaltung zu beauftragen, mit Unterstützung der Fachberatung von ZWAR e.V., ein Zukunftskonzept für die Altentagesstätten zu entwickeln
  • Juli 2003: Vorlage des Rahmenkonzeptes und Beschluss des Ausschusses für Schule, Sport und Soziales zur Umsetzung der Ergebnisse
  • Juni 2004: Neufassung des Richtlinien zur Förderung der Seniorenbegegnungsstätten in Hilden
  • September 2004-Sept 2006: Flächendeckend Bildung von 6 sich selbst organisierenden Netzwerkgruppen in den 5 Nachbarschaftszentren
  • Seit 2006: Teilnahme am Landesprojekt „Ausbildung von Seniortrainern als Initiatoren für ehrenamtliche Projekte – EFI“
  • 2010 Weiterentwicklung der Seniorenarbeit – Vernetzung mit den Familienzentren im Hinblick auf das Projekt „Zuhause älter werden“

Akteure:

  • Leitung der Altentagesstätten und deren Träger
  • Stadt Hilden, Sozialamt und Fachausschuss Schule, Sport und Soziales
  • Seniorenzentrum „Stadt Hilden“
  • Verein Nachbarschaftshilfe aktiv Hilden (NaH)
  • Integrationsbeirat
  • Kreis Mettmann, Kreissozialamt

Umsetzung:

  • Grundlage für die Umsetzung war die Abstimmung der Neufassung der Richtlinien zur Förderung der Seniorenbegegnungsstätten gemeinsam mit allen Trägern
  • Eröffnung von Beteiligungsmöglichkeiten in den Stadtteilen, wodurch jeder zur Gestaltung seines Lebensumfeldes selbst beitragen kann
  • integratives Herangehen: Aufbau von integrierenden Angeboten für Behinderte, Öffnung der Einrichtungen für Migranten, Einbindung des Integrationsbeirates, intergenerationelle Projekte im Rahmen der offenen Ganztagsschule und in den Nachbarschaftszentren

Bürgerbeteiligung:

  • Aufbau von selbstorganisierten Gruppennetzen bis Ende 2006 in allen Hildener Stadtteilen
  • schriftliche Einladung zum Mitgestalten an rund 12.000 Einwohner zwischen 50-65 Jahren sowie deren Lebenspartner, Freunde und Bekannte
  • Entwicklung von Projekten durch die Ehrenamtlichen mit Unterstützung von Akteuren aus dem Stadtteil

Finanzierung:

  • Förderung durch die Stadt, über die Personal- und Betriebskosten der Seniorenbegegnungsstätten hinaus für Selbsthilfenetzwerke und freiwilliges Engagement im Sinne des Konzeptes
  • Beratungshilfe durch die ZWAR Zentralstelle NRW Dortmund

Erfolge:

  • Einhaltung der Qualitätsstandards
  • Anstieg der ehrenamtlichen Engagierten
  • Bürgerinnen und Bürger planen ein Wohnprojekt für`s Alter
  • Spezielle Angebote für Demenzerkrankte und deren Angehörige
  • Entwicklung von Angeboten mit und für ältere Migranten
  • Regelmäßige gemeinsame Fortbildung der hauptamtlichen Leiterinnen der Nachbarschaftszentren
  • Trägerübergreifende Zusammenarbeit der hauptamtlichen Leiterinnen der Nachbarschaftszentren
  • Trägerübergreifende Koordination und Öffentlichkeitsarbeit der offenen Altenhilfe

Kontakt:

Monika Klemz
Stadt Hilden

Telefon: 02103 - 72 550

Mail

 

Marie Luise Barkhoff
Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Hilden

Telefon: 02103 - 24 01 88

› Mail

 

Christine Sendes
ZWAR Zentralstelle NRW Dortmund

Telefon: 0231 - 96 13 17 20

Mail

 

Weitere Informationen

» Stadt Hilden

 

 

Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.

 

Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune

 

 

 

Stand: Dezember 2007

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KONTAKT

Monika Klemz
Amtsleiterin

Stadt Hilden

Amt für Soziales und Integration

Am Rathaus 1

40721 Hilden

Telefon: 02103 - 72 550

› Mail

 

Marie Luise Barkhoff
Leiterin des Generationentreffs

Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Hilden

Heiligenstraße 39

40721 Hilden

Telefon: 02103 - 24 01 88

› Mail

 

Christine Sendes
Fachberaterin Region Düsseldorf

ZWAR Zentralstelle NRW

Steinhammerstr. 3

44379 Dortmund

Telefon: 0231 - 96 13 17 20

› Mail

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