18. Mai 2012 |
THEMEN Demographischer WandelAlt und JungBürgerschaftliches EngagementGesamtstrategische AnsätzeCuxhaven - Demographische Entwicklung annehmen - ganzheitlich denken - strategisch agierenHeidelberg - Stadtentwicklungsplan für den demographischen WandelHessen - Kompetentznetz Vitale Orte 2020Landkreis Dithmarschen- Projekt "Kreis Dithmarschen im Demographischen Wandel"Landkreis Holzminden - Modellregion für die aktive Gestaltung des demographischen WandelsLandkreis Osnabrück - Demographischer Wandel als zentrale HerausforderungLangen - Den demographischen Wandel als Herausforderung für kommunales Handeln annehmenTrier - Zukunftsmanagement einer StadtIdentität stärkenInfrastrukturInterkommunale KooperationKinder- und FamilienfreundlichkeitLändlicher RaumLeben und Wohnen im Alter SensibilisierenSozialräumliche SegregationStadtentwicklung |
Hessen - Kompetenznetz vitale Orte 2020Demographie-Profil:
Ausgangslage/Problemstellung:Das Land Hessen kann für die kommenden 20 Jahre von einer relativ günstigen Bevölkerungsentwicklung ausgehen: Bis 2030 wird für das gesamte Land ein Bevölkerungsverlust von knapp 2 % prognostiziert. Allerdings verläuft die Bevölkerungsentwicklung in den Landesteilen sehr unterschiedlich. Laut Bevölkerungsprognose der Hessenagentur kann das südliche Hessen, mit Frankfurt als Kern der Metropolregion Rhein-Main, bis 2030 mit stabilen Einwohnerzahlen rechnen. Das mittlere Hessen mit den Universitätsstädten Gießen und Marburg sowie das überwiegend ländlich geprägte Nordhessen mit dem Zentrum Kassel müssen dagegen deutliche Rückgänge der Einwohnerzahlen erwarten. In Mittelhessen ist bis 2030 mit einem Bevölkerungsrückgang um 7 %, in Nordhessen um 11 % zu rechnen. Am stärksten sind die ländlichen Kreise vom demografischen Wandel betroffen. So müssen fünf der sechs nordhessischen Landkreise bis zum Jahr 2030 mit Einwohnerverlusten von mehr als 10 % rechnen, darunter der Werra-.Meißner-Kreis sogar mit einem Bevölkerungs-rückgang in der Größenordnung von 20 %. Auch im mittelhessischen Vogelsbergkreis erreichen die prognostizierten Bevölkerungsverluste nahezu 20 %. Selbst der Odenwaldkreis ‑ zwar ländlich geprägt, aber am Rande der Verdichtungsräume Rhein-Main und Rhein-Neckar gelegen – muss Einwohnerverluste von knapp 7 % erwarten. Insgesamt ist der Rückgang der Einwohnerzahlen im ländlichen Raum in Hessen ungefähr doppelt so stark wie im gesamten Land. Die Alterszusammensetzung wird sich im ländlichen Raum wie im ganzen Land deutlich in Richtung auf die Älteren und die sehr Alten verschieben. Heute ist im ländlichen Raum jeder zehnte Einwohner 75 Jahre und älter, in 40 Jahren wird jeder Fünfte in diesem Alter sein.
Ziel:Das Kompetenznetz Vitale Orte 2020 hat die Aufgabe, alle zu unterstützen, die daran mitwirken wollen, dass ihre Gemeinde trotz des demografischen Wandels auch in Zukunft ein lebenswerter Ort bleibt. Dazu stellt das Kompetenznetz Informationen bereit, organisiert den persönlichen Erfahrungsaustausch und zeigt Wege auf, wie Kommunen und Landkreise dem demografischen Wandel begegnen können. Zielgruppen sind Kommunalpolitiker, Regionalmanager, die Mitarbeiter in Kommunalverwaltungen und Behörden sowie aktive Bürgerinnen und Bürger.
Umsetzung:
Das Kompetenznetz Vitale Orte 2020 wurde von der hessischen Nachhaltigkeitskonferenz als Projekt ausgewählt, um Städte und Gemeinden im ländlichen Raum bei der Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels zu unterstützen und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung des Landes beizutragen. Es hat folgende Aufgabenbereiche:
Information und Vernetzung Für die Information über den demografischen Wandel, seine Folgen und neue Handlungsansätze sowie zur Vernetzung der Akteure wurde die Servicestelle Demografie eingerichtet. Sie
Weiterbildung und Beratung
Modellprojekte und Wettbewerbe Um neue Wege auszuprobieren und erfolgreiche Ideen auszuzeichnen, unterstützt das Kompetenznetz Vitale Orte 2020 auch Modellprojekte und Wettbewerbe. Zurzeit ist es das Modellprojekt der Stadt Schotten. Hier wird erprobt wie in der Dorferneuerung gemeindeweit Entwicklungskonzepte erarbeitet und die Bürgerbeteiligung durchgeführt werden kann. Weitere Modellprojekte und Wettbewerbe sollen folgen. Im Kompetenznetz wirken Vertreter von Städten, Landkreisen und Regionen, von Regierungspräsidien und Landesressorts, von Bildungseinrichtungen und Hochschulen, des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, des Hessischen Bauernverbandes, der Architekten- und Stadtplanerkammer, des Landesamtes für Denkmalpflege, der Landesehrenamtsagentur, der Evangelischen Kirche sowie Planer und Städtebauer mit. Die gemeinsame Projektleitung obliegt dem Hessischen Wirtschaftsministerium und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund. Die Servicestelle Demografie wird von der HA Hessen Agentur GmbH, der landeseigenen Gesellschaft für die nicht-monetäre Wirtschaftsförderung, betreut. Für den Aufgabenbereich Weiterbildung und Beratung ist die Stabsstelle Ländlicher Raum des Regierungspräsidenten in Gießen verantwortlich. Den Aufgabenbereich Wettbewerbe und Modellprojekte betreut das hessische Wirtschaftsministerium.
Erfolge:Die Praxisforen fanden reges Interesse in der Öffentlichkeit und waren mit über 100 Teilnehmern stark nachgefragt. In Rundfunk, Fernsehen, Tageszeitungen und Zeitschriften wurde über das Kompetenznetz berichtet. Die Informationsplattform ist im Internet über die Web-Seiten der Projektgruppenmitglieder gut vernetzt. Städte, Gemeinden oder engagierte Personen, die an kommunalen Entwicklungsprozessen mitarbeiten, erfahren direkte Hilfestellung von der Servicestelle. Die Anfrage ist per E-Mail oder Telefon direkt möglich.
Kontakt:Reiner Kopp Telefon: 0611 - 81 52 930
Birgit Imelli Telefon: 0611 - 77 48 373
Kerstin Jaensch Telefon: 0611 - 77 48 334
Weitere Informationen:» Kompetenznetz Vitale Orte 2020
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune
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SUCHEKONTAKTReiner Kopp Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Kaiser-Friedrich-Ring 75 65185 Wiesbaden Telefon: 0611 - 81 52 930
Birgit Imelli Telefon: 0611 - 77 48 373
Kerstin Jaensch Telefon: 0611 - 77 48 334
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