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Bundesland |
Bayern |
Bevölkerung (31.12.2009) |
105.554 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
3,3 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
2,7 |
Ausländeranteil (in %) |
14,7 |
Räumliche Einordnung |
Agglomerationsräume - Kernstädte |
Demographietyp |
Prosperierende Wirtschaftszentren |
- Von rund 103.000 Einwohnern haben rund 25.600 Personen einen Migrationshintergrund, d.h. sie sind entweder ausländische Staatsbürger, Aussiedler, Eingebürgerte oder Kinder von ausländischen Eltern, die bis zum 18. Lebensjahr die deutsche und die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern besitzen.
- Die Beherrschung der deutschen Sprache als Voraussetzung für Kommunikation und Integration von Bürgern nichtdeutscher Muttersprache ist unbestritten. Integration im Sinne einer möglichst gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen, beruflichen und wirtschaftlichen Leben in der Bundesrepublik setzt daher ausreichende Kompetenzen in der deutschen Sprache voraus.
- Die Geschäftsstelle des Ausländer- und Integrationsbeirates wurde immer wieder mit dem Problem mangelnder Sprachkompetenz konfrontiert. Dies war der Anlass Anfang des Jahres 2000 erste Überlegungen anzustellen, wie ein flächendeckendes Angebot von Sprachkursen für unterschiedlichste Zielgruppen in Erlangen geschaffen werden könnte.
- Für Migranten soll eine Chancengleichheit ermöglicht werden. Denn um wirklich gleichberechtigt am gesellschaftlichen, beruflichen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen zu können sind gute Deutschkenntnisse nötig.
- Dazu ist es nötig, ein flächendeckendes und niederschwelliges Angebot zur Sprachförderung in der Stadt auszubauen und zu sichern, das den verschiedenen Altersgruppen und Lebensumständen der Migranten gerecht wird.
Netzwerk Deutsch-Offensive Erlangen - Als ersten Schritt zur trägerübergreifenden Vernetzung hat der Ausländer- und Integrationsbeirat im Jahr 2000 alle Einrichtungen, Initiativen und Vereine, die sich mit dem Thema Sprachförderung in ihrer täglichen Arbeit befassen oder damit konfrontiert sind, an einem Runden Tisch versammelt.
- In einer ersten Phase wurde anhand eines von der Geschäftsstelle entwickelten Fragebogens das aktuelle Angebot in Erlangen erfaßt. Danach wurde der Bedarf aus der Sicht der Experten in den beteiligten Einrichtungen ermittelt und anhand eines standardisierten Verfahrens in moderierten Arbeitsgruppen näher definiert.
- Gemeinsam wurden geeignete Maßnahmen zur Sicherung eines flächendeckenden Angebots entwickelt. Die Ergebnisse des Runden Tisches dienten dem Stadtrat und der Verwaltung der Weiterentwicklung eines gesamtstädtischen Konzepts zur Sprachförderung und Integration.
- Der Stadtrat hat die Deutsch-Offensive unterstützt und kommunale Mittel zur Umsetzung bewilligt.
- Um die Wirksamkeit der Sprachfördermaßnahmen zu bewerten, war eine wissenschaftliche Begleitung Bestandteil des Konzepts.
- Der Runde Tisch Deutsch-Offensive trifft sich nach wie vor 2x pro Jahr, organisiert werden die Treffen von der Geschäftsstelle des Ausländer- und Integrationsbeirats.
Angebote der Sprachförderung - Die Kurse der Deutsch-Offensive richteten sich an alle Bewohner mit nichtdeutscher Muttersprache und jeden Alters
- Die Sprachkurse werden für folgende Gruppen angeboten:
- Vorschulkinder
- Schüler und Jugendliche
- Mütter und berufstätige Frauen mit Kindern
- Asylbewerber und Flüchtlinge die schon längere Zeit in Deutschland leben und bislang nicht die Chance hatten, Deutsch zu lernen
- Erwachsene die ihre bisherigen Deutschkenntnisse vertiefen wollten
- Das besondere der Deutsch-Offensive Erlangen ist, dass es sich um niederschwellige Angebote handelt, die sich an den Bedürfnissen der Bürger nichtdeutscher Muttersprache orientieren:
- Die Angebote sind stadtteilnah
- Kinderbetreuung wird bei Bedarf gewährleistet
- Die Lehrinhalte werden praxisnah vermittelt
- Individuelle Bedürfnisse werden berücksichtigt
- Aspekte der Alltagsbewältigung und Alltagserfahrungen werden besprochen und in den Unterricht mit einbezogen.
- Unterschiedlichste Träger führen Deutschkurse durch:
- Kindergärten, Kultur- und Freizeiteinrichtun
- Die städtische Tochtergesellschaft GGFA (Gesellschaft zurFörderung der Arbeit)
- Grundschulen und das Förderzentrum
- Kindergärten kirchlicher Träger
- Freie Träger: Migrantenvereine, Kindergärten, Frauenzentrum, Frauenhaus
- Die Kurse werden in unterschiedlicher Intensität angeboten, von 2 bis 6 Stunden in der Woche. Für die Teilnehmer entstehen zur Zeit Kosten von 1 € pro Unterrichtsstunde.
- Die Anzahl der Kurse im Kindergarten sind von 3 im Jahr 2002 auf 17 Kurse im Jahr 2008 gestiegen. Die komplette Finanzierung ist seit 2002 durch den Erlanger Stadtrat gesichert, derzeit mit 40.000 € pro Jahr.
- Seit 2002 wird die Deutsch-Offensive Erlangen erfolgreich umgesetzt. Knapp 3.000 Kursteilnehmer haben bisher die Angebote der Sprachförderung genutzt.
- Es gab eine breite Bürgerbeteiligung im Rahmen von Netzwerktreffen und den Sitzungen des Runden Tisches „Deutsch-Offensive“.
- Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales bekundete Interesse am Projekt „Deutsch-Offensive Erlangen“ und zahlte einen Zuschuss zu einer Evaluation im Jahr 2003.
Silvia Klein
Telefon: 09131 - 86 23 75
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Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune
Stand: Januar 2009 |
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Silvia Klein Koordinationsstelle Integration, Bürgermeister- und Presseamt
Stadt Erlangen
Rathausplatz 1
91054 Erlangen
Telefon: 09131 - 86 23 75
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