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Bundesland |
Sachsen |
Bevölkerung (31.12.2009) |
517.052 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
7,7 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
11,8 |
Räumliche Einordnung |
Oberzentrum im verdichteten Raum |
Demographietyp |
Aufstrebende ostdeutsche Großstadt mit Wachstumspotenzialen |
- Zwischen 1990 und 2000 haben etwa 30.000 Menschen die sächsische Hauptstadt verlassen. Hinzu kam ein hoher Sterbeüberschuss. Seit dem Jahr 2000 verzeichnet die Stadt wieder Bevölkerungszuwächse. Von 2010 bis 2025 weisen die Prognosen einen Anstieg von ca. 17,500 Einwohnern aus. Dies ist neben einem positiven Wanderungssaldo durch einen seit 2006, prognostiziert bis ca. 2020, anhaltenden Geburtenüberschuss begründet.
- Seit 1990 hatten die Stadtteile mit großen Plattenbaugebieten Bevölkerungsverluste von z. T. über 30 Prozent und Gebiete am Standrand bzw. sanierte Altbaugebiete hohe Zuwächse. Dieser Prozess ist jetzt weitestgehend abgeschlossen. Das Programm „Soziale Stadt“ trug zur Imageverbesserung und Minderung von Segregationstendenzen bei.
- Die gegenwärtige Entwicklung Dresdens ist von einer moderaten baulichen Vervollkommnung (partieller Wachstum) vorzugsweise in integrierten Lagen und im Innenstadtbereich (Bauen im Bestand) geprägt. Insgesamt übersteigt der Bestand an Flächen für alle städtischen Nutzungskategorien den Bedarf. Durch Maßnahmen des Stadtumbaus konnte der gesamtstädtische Wohnungsleerstand von 20,8 % im Jahr 1999 auf 10,2% im Jahr 2009 gesenkt werden.
- Dresden zu einer attraktiven Stadt traditioneller europäischer Prägung zu entwickeln
Die Stadt Dresden hat ein vom Stadtrat beschlossenes räumliches Leitbild mit der Doppelstrategie der gezielten baulichen Wachstums- und Schrumpfungssteuerung. Dieses Leitbild wird in der Flächennutzung, im neuen Flächennutzungsplan verankert. Dresden entwickelt räumlich differenzierte Strategien zum Umgang mit Brachen und Leerständen.
2000: Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK), Teil Analyse und Handlungsfelder mit umfassenden Ist-Analysen einschl. Demografiemonitoring jährliche Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung der Gesamtstadt und der Stadtteile bis 2020 (auf Basis der Entwicklungstrends seit 1991) 2002: Integriertes Stadtentwicklungskonzept mit Zielen der Stadtentwicklung und Ausweisung von gesamtstädtischen Problem- und Handlungsfeldern sowie Prioritätensetzung für die entwicklungsrelevanten Stadtteile. Oberste Priorität hat die Entwicklung der Innenstadt. 2003: Stadtentwicklungsbericht zum Umsetzungsstand des INSEKs, erstmalige Anwendung des INSEK-Indikatorensystems; Aufstellen von quantitativen Richtwerten für die objektiven Indikatoren ( 2004: Kooperationsvereinbarung zur „Region Dresden“; Erarbeitung eines regionalen Entwicklungskonzeptes für den weit über Dresden hinausragenden Kooperationsraum 2006: Stadtentwicklungsbericht, Wohnungsmarktbericht, Fortschreibungen 2007: Aktualisierung des Brachflächenkonzeptes 2009: Vorentwurf Flächennutzungsplan 2009: Stadtentwicklungsbericht, Wohnungsmarktbericht, Fortschreibungen
Im Mittelpunkt steht das Leitbild der kompakten Stadt mit einem funktionsfähigen und attraktiven Stadtzentrum. Die Wachstumspotenziale werden deshalb auf den Erhalt, die Vitalisierung und weitere Verdichtung der traditionellen städtischen Strukturen gelenkt. Der Schrumpfungsprozess wird genutzt, um die Ausuferungen in das landschaftliche Umland zu stoppen, eine Entdichtung in den Randzonen der Stadt zu bewirken und das Stadtgefüge mithilfe großräumiger grüner Einschnitte im Inneren gezielt neu zu gliedern und aufzuwerten. Die Stadt unterstützt Investitionen in den Bestand (Sanierung, Wiedernutzung, Um- und Ausbau von Originalsubstanz). Um die Stadt von innen heraus zu stärken und die Vorteile des städtischen Wohnens sichtbar zu machen, werden räumliche Schwerpunkte des Bauens im Bestand gesetzt (z. B. Innenstadt, örtliche Zentren, Umgebung von S-Bahnhöfen, Wohnbauflächenmanagement für innerstädtisches Wohnen). Die gezielte Renaturierung von Brachflächen reduziert den Bauflächenüberschuss und soll den Stadtkörper gliedern, die Erholungsfunktionen ausbauen und der stadtökologischen Aufwertung dienen. Vorwiegend im Bestand der Plattensiedlungen werden Abrissmaßnahmen gefördert, um den Wohnungsleerstand zu reduzieren, die Wohndichte in den Plattensiedlungen zu verringern, deren Wohnumfeld zu verbessern sowie Verwerfungen im Stadtbild/in der Stadtstruktur rückgängig zu machen. Die interkommunalen Arbeitsgemeinschaften mit den Nachbargemeinden und alle Formen der Nachbarschaftsbeteiligung bei Planungen werden stärker dafür genutzt, Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung auch über die Grenzen des Stadtgebietes von Dresden hinaus zu setzen. Kontinuierliches Monitoring verbunden mit einem Controlling der Ergebnisse und der Steuerung von Intensität und Form der Umsetzungsinstrumente. Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und dem „Zentrum Demographischer Wandel“ der TU Dresden.
Positive Wirtschaftsentwicklung der Stadt Positives Image auf internationaler und nationaler Ebene Bevölkerungswachstum auf Grundlage hoher Geburtenzahlen und Wanderungsgewinnen Städtebaulich architektonisch hochwertige Umbaumaßnahmen Brachflächenrevitalisierung von ca. 700 ha Infrastrukturnetzanpassung an teilräumlich divergierende Entwicklung
Rolf Hermann
Telefon: 0351 - 48 83 540
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» Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK)
» Stadtentwicklungsbericht 2006
» Wohnungsmarktbericht 2009
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune
Stand: November 2010 |
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Rolf Hermann Abteilungsleiter Stadtentwicklungsplanung
Landeshauptstadt Dresden
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
Telefon: 0351 - 48 83 540
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