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Bundesland |
Bayern |
Bevölkerung (31.12.2009) |
31.536 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
k.A. |
Entwicklung 2006-2025 (in %) |
0,5 |
Ausländeranteil (in %) |
k. A. * |
Räumliche Einordnung |
Ländliche Räume - Ländliche Kreise höherer Dichte |
- Die „Große Kreisstadt“ Deggendorf hat einen Aussiedleranteil von 8,5 % und einen Ausländeranteil von 6,9 %. Im Jahre 2004 kamen aufgrund eines neuen Übergangswohnheimes 140 neue Spätaussiedler in die Stadt.
- Seit dem Inkrafttreten des neuen Zuwanderungsgesetzes ist der Aussiedlerzuzug nur noch spärlich.
- Die ankommenden Spätaussiedler sollen als „Neubürger“ der Stadt Deggendorf schnell ihren Weg in die Stadtgemeinschaft finden und sich zu Hause fühlen.
- Die Stadt und Oberbürgermeisterin Anna Eder versuchen durch persönliche Ansprache und Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements den ankommenden Spätaussiedlern das Gefühl zu vermitteln, in Deggendorf willkommen zu sein.
- Dazu werden auch bereits heimische Bürger und die Vereine durch die Stadt und die Bürgermeisterin angesprochen, sich gezielt um die Integration der ankommenden Spätaussiedler zu bemühen. Dies wird von Kommunikationsmaßnahmen unterstützt.
- 2004 Gründung eines „Kultur- und Kommunikationszentrums für die Migration. Das Zentrum soll als zentrale Informationsanlaufstelle für Neubürger dienen.
- Oberbürgermeisterin Anna Eder
- Projektbüro Bürgerarbeit
- Jugendgruppe RADUGA
- Vereine
- Die Oberbürgermeisterin Anna Eder lädt jährlich alle in Deggendorf angekommen Spätaussiedler und sonstige Zugezogene zu einem Neujahrsempfang in Anwesenheit des Stadtrats ein. Im Rahmen der Veranstaltung werden sie als Neubürger der Stadt Deggendorf willkommen geheißen und über die Möglichkeiten informiert, sich aktiv am Stadtleben zu beteiligen und einzubringen.
- Einmal pro Jahr führt die Oberbürgermeisterin persönlich eine Stadtrundfahrt mit allen Neuankömmlingen durch. Dadurch sollen diese mit ihrer „neuen Heimatstadt“ vertraut gemacht werden.
- Das Projekt „Bürgerarbeit“ der Stadt war bisher mit der Betreuung der jährlich neu ankommenden Spätaussiedler beauftragt. Seit Juni
2007 hat diese Aufgabe die Integrationsbeauftragte der Stadt, Heidi Löhnert,
ehrenamtlich übernommen. Bereits seit Juli 2004 wird zweimal im Monat ein Sprach-Stammtisch für die Aussiedler angeboten. Dort kann – zusammen mit einheimischen Bürgern – in zwangloser Form die Deutsche Sprache eingeübt werden.
- Im Oktober 2006 wurde ein Ausländerbeirat ins
Leben gerufen. Er besteht aus Angehörigen der am zahlreichsten vertretenen
Nationalitäten der Stadt, einem Beirat aus Ämtern und Wohlfahrtsverbänden,
der Krankenkassen, der Kirchen, der Bildungseinrichtungen und der Polizei.
Er tagt zweimal jährlich und wird von der Oberbürgermeisterin und der Integrationsbeauftragten
einberufen.
- Parallel dazu tagt der Arbeitskreis
Integration (ähnlich zusammengesetzt wie oben), um neue Maßnahmen zu
beraten, die die Integration in der Stadt fördern.
- Die Stadt organisierte 2005 eine Ausstellung zur Geschichte der Deutschen aus Russland, um auch die heimische Bevölkerung über die historischen Hintergründe der Aussiedler zu informieren und zu sensibilisieren.
- In den beiden Herbstsemestern 2005, 2006 und 2007 wurden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Deggendorf monatlich Vorträge zu allen Themen, die der Alltagsbewältigung dienen, angeboten. Im Herbstsemester 2008 werden sie mit neuen Themen fortgesetzt (Tätigkeit der Lebenshilfe, Leistungen der Pflegeversicherung, Infos über Selbsthilfegruppen in DEG).
- Im Übergangswohnheim wird seit April 2005 den Schülern eine Hausaufgabenbetreuung durch die Stadt angeboten (1-€-Job) und in der Hauptschule St. Martin im Rahmen einer AB-Maßnahme ein Nachhilfeunterricht.
- Ab dem Schuljahr 2006/2007 haben sich sieben Ehrenamtliche bereit erklärt, für Schüler mit Migrationshintergrund eine sog. Lesepatenschaft zu übernehmen, d. h. sie helfen den Kindern durch Lese-Nachhilfe die Deutsche Sprache besser zu erlernen. Die Anzahl
der Lesepaten hat sich in 2008 auf 12 Personen erhöht. Sie sind an den
Grundschulen Angermühle, St. Martin I, Mietraching und Rettenbach im Einsatz,
und zwar mit großer Akzeptanz seitens der Schüler und der Eltern.
- Vom 7.-11. November 2008 findet im Alten Rathaus eine Kunstausstellung unter dem Motto "Integration durch Kunst" statt. Drei Malerinnen, eine Romanautorin, ein Fotograf, sowie eine Sängerin und Pianistin haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Die Ausstellung wurde von der Integrationsbeauftragten initiiert und von ihr zusammen mit der Stadt organisiert.
- Durch das Projekt Bürgerarbeit werden Bürger der Stadt Deggendorf direkt angesprochen und zum Engagement ermutigt. Die Kosten sind durch die ehrenamtliche Arbeit gering und werden über das budget des Projektes Bürgerarbeit abgedeckt.
- Es werden u. a. Sprachkurse von Ehrenamtlichen des Vereins „Internationale Freundschaft“ angeboten oder Vereinsmitglieder stellen sich als Lotsen zur Verfügung.
- Die Kosten sind durch die ehrenamtliche Arbeit gering und werden über das Budget des Projektes Bürgerarbeit abgedeckt.
- Die Spätaussiedler selber bestätigen der Stadt eine besondere Aktivität bei der Integration. Die positive Aufnahme durch Seiten der Stadt erleichtert das Ankommen am neuen Lebensort.
- Die Stadt Deggendorf betont, dass durch die stattfindende Zuwanderung keine zunehmende Kriminaliätsraten zu verzeichnen sind.
Heidi Löhnert
Telefon: 0991 - 29 60 116
Mail
» Stadt Deggendorf
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune
Stand: September 2008
* Wegen fehlender Verfügbarkeit Daten nicht angegeben. |
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Heidi Löhnert Projekt Bürgerarbeit
Stadt Deggendorf
Franz-Josef-Str. 3
94469 Deggendorf
Telefon: 0991 - 29 60 116
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