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Bundesland |
Bremen |
Bevölkerung (31.12.2009) |
547.685 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
0,9 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
0,8 |
Ausländeranteil (in %) |
13,0 |
Räumliche Einordnung |
Agglomerationsräume - Kernstädte |
Demographietyp |
Stabile Großstädte mit geringem Familienanteil |
- In Bremen leben Menschen aus 178 Staaten, wobei die zahlenmäßig stärksten Bevölkerungsgruppen aus der Türkei, Polen und dem ehemaligen Jugoslawien eingewandert sind. Bis heute erlebt Bremen einen permanenten Zuzug von Spätaussiedlern, jüdischen Emigranten und ausländischen Arbeitnehmern.
- Die Stadt betreibt bereits seit den 70er Jahren eine aktive Integrationspolitik und hat 1979 sein erstes Grundsatzpapier für ein Konzept zur Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen verabschiedet.
- Der Schwerpunkt der Bremer Integrationspolitik liegt in der Beratung und Betreuung von Neuzuwanderern sowie der Förderung der Integration der bereits ansässigen Zuwanderer. Neben einem breiten allgemeinen Maßnahmenpaket liegt ein Focus der Bremer Integrationspolitik auf der quartiersbezogenen Migrantenarbeit.
- Ziel der Bremer Integrationspolitik ist es Zuwanderer zu ermutigen, gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben zu übernehmen und denjenigen zu helfen, die mit Eingewöhnungsschwierigkeiten zurechtkommen müssen.
- Grundlage für alle Akteure der Integrationspolitik in Bremen ist die „Konzeption zur Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen im Lande Bremen 2003 – 2007“, die insgesamt 15 Handlungsfelder und Schwerpunkte festlegt.
- Integration wird in Bremen als gesamtstädtische Querschnittsaufgabe und als fortlaufender Prozess verstanden. Die Umsetzung und Koordinierung der Integrationspolitik erfolgt anhand eines jährlich fortgeschriebenen Berichts, in dessen Erstellung sowohl die zuständigen Ressorts als auch die Netzwerkpartner einbezogen werden. Die Koordination liegt beim Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales.
- 1979: Grundsatzpapier „Konzeption für die Integration ausländischer Arbeitnehmer und ihrer Familienangehöriger im Lande Bremen“
- August 2000: Beschluss des Senats Bremen, Integration zu einer dauerhaften gesellschaftlichen Aufgabe zu machen: Konzeption zu Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen im Lande Bremen
- März 2004: Konzeption zur Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen im Lande Bremen 2003 – 2007. Grundsätze, Leitlinien und Empfehlungen für die Bremer Integrationspolitik.
- Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales
- Leiter des Referats Zuwandererangelegenheiten und Integrationspolitik; Migrations- und Integrationsbeauftragter
- Andere Ressorts
- Netzwerkpartner (Wohlfahrtsverbände, Vereine etc.)
- Bürger der Stadt Bremen
- Das Referat „Zuwanderungsangelegenheiten und Integrationspolitik; Migrations- und Integrationsbeauftragter“ des Senators für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales ist die zentrale Koordinations- und Anlaufstelle für Integrationsfragen in der Stadtgemeinde und im Land Bremen. Ihm obliegt die Koordinierung sämtlicher Maßnahmen zur Umsetzung der „Konzeption zur Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen im Lande Bremen 2003 – 2007“.
- Grundlage der Konzeption ist eine gesellschaftspolitische Bestandsaufnahme aller mit Integration verbundenen Aufgaben. Sie benennt die wesentlichen Problemlagen bestimmter Migrantengruppen und ihre Ursachen. Des Weiteren unterscheidet sie die Handlungsebenen: individuell, strukturell, kompensatorisch, interkulturell und gesellschaftspolitisch.
- Die sich daraus ergebenden Ziele werden in 15 Handlungsfelder aufgeteilt, denen ein konkreter Maßnahmenkatalog von fast 100 Punkten zugeordnet ist.
- Die senatorischen Behörden reichen entsprechend der Umsetzung der Integrationskonzeption klare inhaltliche Ziele und Terminfestlegungen ein. Überprüft werden diese halbjährlich im Rahmen des Fachcontrollings des Senators für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales.
- Die Schwerpunkte der Bremer Integrationsarbeit sind in den nächsten Jahren die schnelle Integration von Neuzuwandern, die nachhaltige und nachholende Integration für bereits in Bremen lebende Zuwanderer und die Förderung der Teilhabe am Erwerbs- und Berufsleben.
- Die Entwicklung der weiteren Handlungskonzepte erfolgt in unterschiedlichen Gremien, vor allem Netzwerken, um eine möglichste breite Beteiligung aller bürgerschaftlichen Gruppen zu erreichen.
- Es erfolgt eine direkte und gezielte Ansprache der Zuwanderer für Bürgerengagement, so z. B. durch Stadtteilkoordinatoren des Amtes für Soziale Dienste und durch Methoden des Empowerment.
- Die Kommunikationsform für die gezielte Ansprache von Zuwanderern ist neben dem „Netzwerk für Zuwanderinnen und Zuwanderer“ der „Bremer Rat für Integration“. Dieser wurde eingesetzt, um die bestehenden Strukturen, den gegenseitigen Dialog sowie die Kooperation von einheimischen und zugewanderten Bremern zu verbessern. Er ist breit besetzt und hat eine Beratungsfunktion für Politik und Verwaltung.
- Daneben finden zahlreiche Maßnahmen zur Förderung und Weiterentwicklung bürgerschaftlichen Engagements auf Stadtteilebene statt.
- Die Stadt Bremen stellte im den Haushalt 2004/2005 935.010 € für Integrationsleistungen (Sachkosten) zur Verfügung. Dazu kommen noch die Mittel, die durch die zuständigen Fachressorts (z. B. Bildung) und im Rahmen der Regeldienste für Integrationsmaßnahmen aufgewendet werden.
- Im Referat Zuwandererangelegenheiten und Integrationspolitik; Migrations- und Integrationsbeauftragter standen 2005 4,5 Personalstellen für spezielle Integrations- und Förderaufgaben zur Verfügung.
- Die Stadt konnte in den letzten Jahren starke Verbesserungen bei der Integration der zugewanderten Bevölkerung feststellen. So konnten z. B. die Sprachkenntnisse von ausländischen Schülern verbessert werden, der Anteil von Zuwanderern bei eingestellten Auszubildenden stieg von 2,6 Prozent im Jahr 1999 auf 21,7 Prozent im Jahr 2002 und im Bereich der Altenhilfe wurden rechtzeitig Maßnahmen entwickelt, um sich auf die erhöhte Inanspruchnahme durch ältere Migranten einzustellen.
- Bremen konnte Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe etablieren. Zwischen den zuständigen Senatsressorts und den Trägern der Integrationsarbeit wurde im Hinblick auf die Qualitätssicherung und die Wirksamkeit von Integrationsmaßnahmen ein differenziertes System erarbeitet. Dieses schließt unter anderem ein konstantes Berichtswesen für die Fachressorts, die Vereinbarung von Leistungs- und Zielvereinbarungen mit institutionell geförderten Trägern und die Festsetzung der interkulturellen Öffnung als Leitungs- und Managementaufgabe sowie als Teil der Organisations- und Personalentwicklungsplanung ein.
- Das Bremer Integrationskonzept führt letztendlich dazu, dass viele Migranten in Bremen ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben und das gemeinsame Leben von einheimischer und zugewanderter Bevölkerung in Bremen Alltag geworden ist.
Erhard Heintze
Telefon: 0421 - 36 16 883
Mail
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
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Stand: September 2006 |
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Erhard Heintze Leiter des Referats Zuwandererangelegenheiten und Integrationspolitik Migrations- und Integrationsbeauftragter
Freie Hansestadt Bremen
Bahnhofsplatz 29
28195 Bremen
Telefon: 0421 - 36 16 883
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