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Bundesland |
Nordrhein-Westfalen |
Bevölkerung (31.12.2009) |
323.084 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
-0,5 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
-5,8 |
Räumliche Einordnung |
Agglomerationsräume - Kernstadt |
Demographietyp |
Stabile Großstädte mit geringem Familienanteil |
Bereits heute sind mehr als 25 Prozent der Stadtbevölkerung über 60 Jahre alt. In den kommenden Jahren wird dieser Anteil noch steigen. Daher stellte sich verschiedenen Akteure schon in den 1990er Jahren die folgende Frage: „Wie können Dienstleistungen, wie z.B. Betreuung oder Pflege vorgehalten werden, ohne dass die Bewohner auch bei einem Nichtnutzen dafür bezahlen müssen?“
Selbstbestimmtes Wohnen im Alter verbunden mit einer hohen Versorgungssicherheit ermöglichen. Den steigenden Ansprüchen der (zukünftigen) Senioren in Hinblick auf Service und Betreuung wohnortnah gerecht werden.
Es werden Wohnungen für pflegebedürftige und (noch) nicht pflegebedürftige Menschen in einer Anlage bereitgehalten. Versorgungssicherheit durch Kooperation zwischen Wohnungsgesellschaft und ambulantem Pflegedienst Für die (noch) Nicht-Pflegebedürftigen bedeutet dies Unabhängigkeit und gleichzeitig die Garantie einer Betreuung im Bedarfsfall. Auch das Wohnumfeld im Umkreis von 1000m profitiert von Beratung und Angeboten der Versorgungssicherheit Solange keine Leistungen in Anspruch genommen werden, fallen keine zusätzliche Kosten für die 24-stündige Präsens des ambulanten Dienstleisters an.
1994: Die Förderbestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen, die eine verbindliche Koppelung von altersgerechten Wohnungen und Dienstleistungen mit den so genannten, für den Mieter kostenträchtigen, Betreuungsnachweisen vorsehen, entsprechen nicht der Überzeugung der BGW. 1995: Gemeinsames Konzept der BGW und dem Verein „Alt und Jung e. V.“ ermöglicht eine kostenneutrale 24-stündige Vorhaltung von Dienstleistungen. 1996: Erstbezug der Seniorenwohnanlage Dahlemer Straße (weitere Anlagen folgen) 2006: Umbau eines Bestandsgebäudes in der Vennhofallee zu 10 barrierefreien Wohnungen im Rahmen des Bielefelder Modells. 2010: Im Kammermühlenweg wurde die erste Anlage bezogen, deren Neubau erst durch den Abriss von Bestandsgebäuden ermöglicht wurde. Ein barrierefreier Umbau wäre wirtschaftlich nicht zu vertreten gewesen. Dadurch ist eine Versorgung des Quartiers zustande gekommen.
BGW (Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft) (mehrheitlich kommunales Unternehmen) Stadt Bielefeld freie Träger (Alt und Jung e. V.,AWO , Hauspflegeverein e.V.)
In den Quartieren wird ein Servicestützpunkt für einen freien Träger errichtet. Für alle Mieter ist so eine Tag und Nacht Versorgungssicherheit gegeben und im Bedarfsfall können sie auf Hilfe zurückgreifen. Der Einzelne zahlt nur für die Leistungen, die er auch in Anspruch nimmt. Daneben gilt das Prinzip der freien Wahl: Jeder Mieter kann entscheiden, welchen Anbieter er wählt, wenn er zum Beispiel pflegebedürftig wird – dies muss nicht der Dienstleister seiner Wohnanlage sein. Weitere Leistungen des Dienstleisters sind zum Beispiel die Vorhaltung von Gästezimmer für Kurzzeit- oder Verhinderungspflege, regelmäßige Beratungen (Unterstützung bei Kostenanträgen, Vermittlung von Hauswirtschafts- und Pflegediensten, Gesundheitsvorsorge, Beratung von Angehörigen etc.), Gemeinschaftsaktivitäten, Begegnung der Generationen (Gemeinschaftsraum als Begegnungsstätte) oder der Hausnotrufdienst. Darüber hinaus können auch die Bewohner des Wohnquartiers die Dienstleistungen des Servicestützpunkts in Anspruch nehmen und sich an den Gemeinschaftsaktivitäten beteiligen. Mit dem Ausbau dieses Angebots wird eine wohnortnahe Versorgungssicherheit realisiert und der Quartiersbezug gestärkt.
Finanzierung durch die Mieteinnahmen Für Wohnungen in öffentlicher Förderung zahlen die Mieter z. Z. eine Kaltmiete in Höhe von 4,85 €/qm (Mietenstufe 3, 1. Förderweg). Die Kaltmiete in frei finanzierte Wohnungen beträgt z. Z. 8,50 €/qm
Bisher sind zwölf Objekte realisiert worden und drei weitere sind in Planung. In den nächsten Jahren soll dieses Modell zur flächendeckenden Versorgung in weiteren BGW-Wohnquartieren ausgebaut werden, von dem auch Nicht-BGW-Mieter in der Nachbarschaft profitieren. Auch das Wohnumfeld im Umkreis von 1000m profitiert von Beratung und Angeboten der Versorgungssicherheit
BGW (Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH) Telefon: 0521/88090238 E-Mail Internet: » www.bgw-bielefeld.de
Stand: Oktober 2010 |
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Gabriela Gruel
Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH
Carlmeyerstr. 1
33613 Bielefeld
Telefon: 0521 - 88 09 02 25
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