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Bundesland, Landkreis |
Nordrhein-Westfalen, Hochsauerlandkreis |
Bevölkerung (31.12.2009) |
74.805 |
Entwicklung 2002-2009 (in %) |
-3,3 |
Entwicklung 2009-2030 (in %) |
-12,6 |
Ausländeranteil (in %) |
7,1 |
Räumliche Einordnung |
Verstädterte Räume - Gemeinde in ländlichem Kreis |
- Die Stadt Arnsberg dokumentiert seit 1965 ihre Integrationsarbeit. Wie andere Städte auch, erlebte Arnsberg in diesen Jahren eine starke Zuwanderung der sogenannten Gastarbeiter aus Ländern wie Italien, Griechenland, Spanien und der Türkei.
- Mit der Veränderung der in Arnsberg ankommenden Zuwanderer seit Anfang der 80er Jahre erweiterte sich die Zielgruppe der Integrationsarbeit auf Asylbewerber, Flüchtlinge und Spätaussiedler. Ebenso veränderten sich die Schwerpunkte der Arbeit, neue Bereiche wie die Arbeit mit Kindern, Sprachförderung und Betreuungsarbeit kamen dazu.
- Die Stadt Arnsberg hat insgesamt 19 Schlüsselziele/Schwerpunktziele formuliert. Das Ziel an vierter Stelle heißt „Menschen ausländischer Herkunft integrieren“.
- Für die Umsetzung dieses Ziels auf Seiten der Verwaltung ist der „Fachdienst Zuwanderung und Integration“ federführend. Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes wurden im Fachdienst alle wesentlich am Thema beteiligten Professionen zusammengefasst. So wirken hier die Bereiche Betreuung und Begleitung von Zuwanderern, soziale und wirtschaftliche Hilfen, Unterbringung, Wohnungsvermittlung, Meldewesen und das klassische Ausländeramt unter einem Dach zusammen.
- Dieser hat, basierend auf dem Schlüsselziel der Stadt, in einem Prozess mit breiter Beteiligung unterschiedlicher Gruppen vier Oberziele für seine Arbeit definiert.
- Aus diesen wurden letztlich sechs Handlungsfelder abgeleitet, in denen sich nach Ansicht der Stadt Interventionsmöglichkeiten im Sinne positiver Integrationsarbeit ergeben:
- Sprache
- Bildung und Ausbildung
- Erwerbstätigkeit und Qualifikation
- Wohnen
- Soziale Beratung
- Kultur und Information (Öffentlichkeitsarbeit)
- Im Integrationsbericht der Stadt werden diese Handlungsfelder mit den entsprechenden Maßnahmen, Zielen und Verfahren hinterlegt.
- Die Zielgruppe der Integrationsarbeit in Arnsberg sind dabei nicht nur die Neuankommenden oder Zuwanderer mit bereits längerem Aufenthalt, sondern auch explizit die heimische Bevölkerung.
- 1965: Bildung des internationalen Arbeitskreises, einer privaten Initiative um ankommende Gastarbeiter zu unterstützen. Ebenso wurde in diesem Jahr die Internationale Begegnungsstätte eingerichtet.
- 2001: Verabschiedung des Integrationskonzeptes der Stadt Arnsberg mit Zielen, Handlungsfeldern, Zielgruppen und Maßnahmen durch den Rat. Gründung des „Fachdiensts Zuwanderung und Integration“ im Rahmen der Verwaltungsreform.
- 2004: Erster Integrationsbericht der Stadt Arnsberg
- 2005: Zweiter Integrationsbericht der Stadt Arnsberg
- 2008: Erster Monitoringbericht der Stadt Arnsberg
- 2008: Verabschiedung des aktualisierten Integrationskonzeptes durch den Rat
- 2010: Zweiter Monitoringbericht der Stadt Arnsberg
- Der Fachdienst verfügt über 20 Stellen, davon sind drei Personen für das Integrationsmanagement zu ständig. Das Verwaltungspersonal wurde für die speziellen Aufgaben im Bereich Integration qualifiziert.
- Der „Fachdienst Zuwanderung und Integration“ wurde im Rahmen der Verwaltungsreform und der damit einhergehenden Reform der Organisationsstrukturen gebildet. In ihm wurden alle am Thema beteiligten Professionen zusammengefasst.
- Der Fachdienst ist dem Fachbereich 1 –Allgemeine und soziale Bürgerdienste– zugeordnet und für folgende Themenbereiche zuständig:
- Integrationsmanagement; hier ist auch die Koordinationsaufgabe angesiedelt,
- Wohnungsvermittlung
- Ausländeramt,
- Asylbewerberleistungen,
- Unterbringung
- Einbürgerung
- Um die einheimische Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und zu erreichen, wird dem Thema Öffentlichkeitsarbeit (Ausstellungen, Vorträge in Schulen, Presseartikel) eine besondere Bedeutung beigemessen.
- Der Fachdienst dient als zentrale Koordinierungseinheit zum Thema Integration und arbeitet sowohl strategisch als auch operativ. So dienen seine Mitarbeiter z. B. als persönliche Ansprechpartner für Migranten, die in der Stadt ankommen und unterstützen diese als Integrationsmanager bei allen notwendigen organisatorischen Angelegenheiten während der ersten Monate. Daneben dient der Fachdienst allen in der Stadt im Integrationsbereich tätigen Organisationen als zentraler Ansprechpartner und Mittler zwischen freien Trägern, Selbsthilfe-Initiativen und der Verwaltung (Netzwerkknoten).
- Die Besonderheit des Arnsberger „Fachdienst für Zuwanderung und Integration“ ist die Einbindung des Ausländeramts in den Fachdienst. Dadurch wurde eine stärkere Vernetzung zwischen den eher administrativ ausgerichteten Leistungen und den eher begleitenden Diensten möglich.
- Der Fachdienst kann bei seiner Arbeit auf das Netzwerk des internationalen Arbeitskreises zurückgreifen, der seit mehr als 30 Jahren in der Stadt ehrenamtlich arbeitet.
- Beim internationalen Arbeitskreis und anderen Institutionen sind bis zu 50 ehrenamtliche Helfer tätig, die in verschiedenen Projekten (z.B. Sprache) mit der Stadt zusammen arbeiten. Das Engagement wird von der Stadt und durch den Bürgermeister stark gefördert und honoriert.
- Der Fachdienst verfügt insgesamt über ein Budget von knapp 3,0 Mio. €, für Maßnahmen speziell im Integrationsbereich sind 13.000 € vorgesehen. Der relativ geringe Umfang der Mittel zur Integration ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass Leistungen, die durch andere Fachbereiche/Fachdienste erbracht werden (z. B. Sprachfördermaßnahmen, schulische Betreuung/Begleitung, Fortbildungsangebote etc.) aus den Budgets dieser Fachbereiche/Fachdienste finanziert werden.
- Durch Bildung einer strategischen Steuerungsgruppe auf der Ebene des Verwaltungsvorstandes ist es gelungen, das Thema Integration tatsächlich als Querschnittsaufgabe der Verwaltung zu etablieren.
- Das ab 2006 eingeführte Monitoring (gemäß KGST-Empfehlung) bildet die Entwicklungen im Bereich Integration umfassend ab und liefert so die erforderlichen Informationen für die strategische Steuerung.
Peter Josek
Telefon: 02932 - 20 11 452
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» Stadt Arnsberg
Dr. Alfred Reichwein (KGST), Stephanie Vogel: „Integrationsarbeit – effektiv organisiert. Ein Handbuch für Kommunen“. Erstellt im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familien des Landes Nordrhein-Westfalen. Siehe S. 73 ff.
Um den Herausforderungen des demographischen Wandels gerecht zu werden bietet die Bertelsmann Stiftung » Workshops für Kommunen zu den Themen Demographie, Seniorenpolitik und Integration an.
Demographische Daten für Kommunen über 5.000 Einwohner finden Sie im » Wegweiser Kommune
Stand: Dezember 2010 |
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Peter Josek Fachdienst Zuwanderung und Integration
Stadt Arnsberg
Heinrich-Lübke-Str. 29
59759 Arnsberg
Telefon: 02932 - 20 11 452
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